Mit seinem „Preis für Verständigung und Toleranz“ würdigt das Museum jährlich Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise für die Förderung von Toleranz und Verständigung eingesetzt haben. In diesem Jahr wurde der Preis erstmals an ein Unternehmen vergeben.
Die hohe Auszeichnung nahmen der Vorsitzende der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, und Christof Bosch, Sprecher der Familie sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH und Kuratoriumsmitglied der Robert Bosch Stiftung, gemeinsam entgegen. Honoriert wurde die Ausrichtung des traditionsreichen Unternehmens und die hohe Bereitschaft, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. In seiner Laudatio würdigte der ehemalige Außenminister der USA und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger das Unternehmen: „Wir ehren Bosch heute für die Art und Weise, wie das Unternehmen seine Geschäfte betreibt und wie es mit den großen Veränderungen unserer Zeit umgeht“, hob er hervor. Bosch habe sich in der Vergangenheit den Herausforderungen gestellt und „wird es auch in Zukunft tun“. Das Unternehmen leiste dies „im Vertrauen auf die Fähigkeit der Menschen, eine bessere Zukunft zu schaffen – mit seiner typischen Liebe zum Detail, seinem beharrlichen Verfolgen hoher Standards und darüber hinaus in seinem Bekenntnis zu internationaler Verständigung und zu menschlichem Anstand“.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, betonte in seiner Dankesrede: „Der Preis für Verständigung und Toleranz ist für uns eine große Motivation, auch künftig kulturelle Brücken zu bauen“. Es sei für das Unternehmen eine wichtige Aufgabe, die Ideen unterschiedlicher Menschen zusammenzubringen, „um mit Innovationen zu einer lebenswerten Umwelt für möglichst viele Menschen beizutragen“. Auch Christof Bosch, Enkel des Firmengründers Robert Bosch, dankte für die hohe Auszeichnung und große Anerkennung. Sowohl das Unternehmen als auch die Familie und die Robert Bosch Stiftung sehen es als ihre Aufgabe an, die Grundüberzeugungen des Firmengründers weiterzutragen. Er erinnerte daran, dass es lange Zeit schlecht stand um Verständigung und Toleranz und fügte hinzu: „Mein Großvater konnte dies kaum ertragen und hat seinen Nachfolgern als letzten Willen hinterlassen, sein Lebenswerk so weiterzuführen, dass es sich kräftig entwickelt, stets unabhängig bleibt und zugleich verantwortungsbewusst der Allgemeinheit dient“.