Hochfeld: Die Bedeutung des Klimaschutzes im Bereich des privaten Konsums wird in Zukunft noch deutlich steigen. Deshalb braucht der Verbraucher auch verlässliche, handlungsrelevante Informationen zur Klimarelevanz von Produkten sowie deren Nutzung. Gerade vor dem Hintergrund noch fehlender internationaler Standards halten wir eine Produktkennzeichnung mit dem konkreten CO
2-Fußbdruck aus heutiger Sicht nicht für den richtigen Weg, da die „nackte“ Zahl in Bezug auf die noch bestehenden methodischen Herausforderungen nicht vergleichbar und aussagekräftig genug ist. Damit kann eine Ausweisung des CO
2-Fußbdrucks auf Produkten heute falsche Kaufentscheidungen bewirken oder zur Verwirrung der Verbraucher führen; zumal die Konsumenten die Schattenwährung „CO
2 von Produkten“ noch nicht gut genug interpretieren können.
Aufbauend auf unseren Erfahrungen mit zahlreichen Unternehmenspartnern im PCF-Pilotprojekt sehen wir aber den CO2-Fußabdruck als sehr gute Basis, um nach neuen, innovativen Wegen jenseits eines CO2-Labels zu suchen, Kunden und Verbraucher zu informieren und einen klimagerechteren Konsum zu ermöglichen. Hier stehen wir noch ganz am Anfang und sehen deshalb einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeiten im Anschlussvorhaben an das PCF-Pilotprojekt, das wir im Herbst beginnen werden.