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23.06.2009
Nachhaltigkeitsdaten 2008
Bosch erhöhte 2008 die Zahl der Mitarbeiter und erzielte gut ein Drittel seines Umsatzes mit Umwelt und Ressourcen schonenden Erzeugnissen.
Mit den Nachhaltigkeitsdaten 2008 führt Bosch die Berichterstattung zu den ökologischen, sozialen und finanziellen Daten der Bosch-Gruppe aus dem Bericht „Unternehmerische Verantwortung“ 2007/2008 fort. Auch in Zeiten der Krise bleibt der ökologische Schwerpunkt der Innovationen bei Bosch gültig. Nach 40 Prozent im Jahr 2007 zielen heute bereits rund 45 Prozent des Forschungs- und Entwicklungsetats auf Umwelt- und Ressourcenschonung. Gut ein Drittel des Umsatzes erzielt Bosch inzwischen mit den entsprechenden Erzeugnissen – ein Anteil, der in den nächsten Jahren noch deutlich steigen wird. Hierzu tragen auch Unternehmenszukäufe bei. Nach der Akquisition der thüringischen ersol Solar Energy AG im vergangenen Jahr gehört die Photovoltaik zum Portfolio von Bosch. Zusammen mit der Photovoltaik hat der Umsatz mit Technik für regenerative Energien 2008 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschritten. Er wird selbst im schwierigen Jahr 2009 auf mehr als 1,2 Milliarden Euro steigen.

Vor allem durch die Vielzahl an Unternehmenszukäufen, zu denen neben ersol auch der dänische Instandsetzer von Startern und Generatoren Holger Christiansen oder der amerikanische Hersteller von laserbasierten Messgeräten CST/berger gehören, erhöhte sich die Mitarbeiterzahl 2008 um 3,9 Prozent auf 281.700 Mitarbeiter. In den bestehenden Geschäften konnte Bosch die Zahl der Mitarbeiter erneut in Asien-Pazifik erhöhen und verzeichnete auch einen leichten Stellenaufbau in Europa. Im gleichen Maße ging aber insbesondere aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Nordamerika die Zahl der Mitarbeiter in der Region Nord- und Südamerika zurück. In Deutschland blieb die Mitarbeiterzahl stabil. 2009 hält Bosch an dem Ziel fest, mit der Stammbelegschaft durch die Krise zu kommen und sieht sich lediglich in Ländern, in denen es keine flexiblen Instrumente zur Arbeitszeitreduzierung gibt, gezwungen, auch Mitarbeiter zu entlassen.

Weltweit bietet Bosch über 6.000 Jugendlichen eine Ausbildungsstelle und bildet damit über den eigenen Bedarf aus. Auch für 2009 erwartet Bosch, die Zahl der Ausbildungsplätze stabil halten zu können. Nach der Einführung eines neuen Arbeitsschutzmanagementsystems im Jahr 2007 entwickelte sich die Zahl der Betriebsunfälle positiv. Unfälle mit mehr als einem Ausfalltag verringerten sich um mehr als 10 Prozent.

Bei den meisten Umweltindikatoren erzielte Bosch 2008 Verbesserungen bei den bisher erfassten Standorten. Insbesondere das langfristige Ziel, den Einsatz von Chlorkohlenwasserstoffen zu beenden, hat Bosch inzwischen erreicht. Der Gesamtwasserbezug sank im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent. Auch der Strombezug der Standorte verringerte sich um 0,4 Prozent gegenüber 2007. Insgesamt erweiterte sich die Umweltberichterstattung der Bosch-Gruppe um 15 Standorte auf inzwischen 313 Fertigungs- und Entwicklungsstandorte. Trotz der Einbeziehung der bisher nicht erfassten Standorte blieb der Gesamtenergieverbrauch 2008 mit rund 6.300 GWh nahezu konstant. Damit blieben auch die CO2-Emissionen nahezu unverändert. Der Anteil indirekter Emissionen an den Gesamtemissionen lag im Jahr 2008 bei 86,7 Prozent. Bosch verfolgt das langfristige Ziel, die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2007 zu senken. Hierzu hat die Bosch-Geschäftsführung mit den einzelnen Geschäftsbereichen erst Anfang 2009 die Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vereinbart.