Die Bosch Rexroth AG steigerte 2008 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro. Getriebe und Antriebslösungen für Windenergieanlagen erzielten die höchsten Steigerungsraten. "Der weltweit forcierte Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien wirkt belebend auf unser Geschäft", hob Dr. Albert Hieronimus, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt hervor. Mit einem neuen Werk in Nürnberg und dem Ausbau der Produktion am chinesischen Standort Peking erhöht Bosch Rexroth die Produktionskapazitäten für Windkraftgetriebe. Sowohl die amerikanische als auch die chinesische und indische Regierung fördern den raschen Ausbau der Windkraftanlagen, um sich von steigenden Energiekosten abzukoppeln und den CO
2-Ausstoß zu vermindern. Bosch Rexroth will mit Getrieben und Antriebslösungen an diesem Marktwachstum teilnehmen.
Auch bei Bosch Thermotechnik waren Systeme zur Nutzung regenerativer Energien wie Solarthermie-Anlagen und Elektrowärmepumpen 2008 stark gefragt. "Die weltweit gestiegene Nachfrage nach diesen ressourcenschonenden Heiztechnologien war der wichtigste Motor unseres Wachstums 2008", sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik, bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen auf der internationalen Fachmesse ISH in Frankfurt. Die höchsten Zuwächse erzielte Bosch Thermotechnik – ungeachtet des wirtschaftlichen Abschwungs – in Amerika, maßgeblich getragen von der wachsenden Nachfrage nach energieeffizienten Elektrowärmepumpen in den USA. Insgesamt verzeichnete Bosch Thermotechnik 2008 ein Wachstum von sieben Prozent. In Deutschland stieg der Gesamtumsatz um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier sorgte das Marktanreizprogramm der Bundesregierung insbesondere bei der Solarthermie für Rekordabsätze. Bis 2015 will Bosch Thermotechnik 30 Prozent seines Umsatzes mit Produkten zur Nutzung regenerativer Energien erzielen.
Bosch Thermotechnik treibt zudem die schnelle Einführung von neuen, innovativen Heiztechnologien wie der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung voran. So soll bereits 2009 ein Strom erzeugendes Heizgerät auf Basis der Stirling-Technologie in einem Feldtest mit 500 Geräten in mehreren europäischen Ländern erprobt werden. Bei der dezentralen Energieerzeugung mittels Stirling-Technologie wird die Abwärme der Stromerzeugung fast komplett zur Beheizung des Wohngebäudes genutzt und ein Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erreicht. Dementsprechend gering sind auch die CO2-Emissionen. Der Serienstart des Stirling-Heizgerätes ist für das Jahr 2011 geplant.