Lebenslanges Lernen

Übersicht

Angesichts einer steigenden Lebensarbeitszeit wird es immer wichtiger, die Qualifikationen aller Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten.

Bosch investiert deshalb in die Weiterbildung seiner Beschäftigten. Weltweit haben wir 2007 mehr als 225 Millionen Euro für die Qualifikation unserer Mitarbeiter aufgewendet. Die Zahl der Teilnahmen an Weiterbildungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und lag 2007 über 384.000. Statistisch gesehen, besucht jeder Mitarbeiter 1,5 Seminare pro Jahr. Das sind 40 Prozent mehr Teilnahmen als noch vor vier Jahren – eine Entwicklung, die wir weiterhin fördern werden.

Über Bedarf ausbilden

Eine hochwertige Ausbildung ist das Fundament für einen guten Start ins Berufsleben. Wir betrachten die berufliche Qualifizierung junger Menschen als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung und bilden deshalb seit Jahren über den eigenen Bedarf aus. Weltweit erhalten rund 6.000 junge Menschen ihre Ausbildung bei Bosch.

An den deutschen Standorten haben im Herbst 2007 rund 1.400 Jugendliche eine Ausbildung begonnen; damit haben wir das bereits hohe Vorjahresniveau um über 5 Prozent gesteigert. Besonders erfreulich ist der Anteil weiblicher Auszubildender; er liegt bei 20 Prozent. Es stehen mehr als 40 verschiedene Ausbildungsberufe zur Auswahl. Zu unseren besonderen Angeboten zählt bereits seit einigen Jahren die Juniorfirma, in der Auszubildende sich als Unternehmer bewähren können.

Kompetenzen ausbauen

Die richtige Zahl von Mitarbeitern mit den richtigen Kompetenzen zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen: Das ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Unternehmen. Seit 2006 führen wir dazu in allen Geschäftsbereichen Kompetenzmanagement durch. Der Fokus liegt auf den fachlichen Kompetenzen, die heute und vor allem in Zukunft erforderlich sind, um die Umsetzung der Geschäftsziele zu unterstützen. Kennzeichen ist die systematische Vorgehensweise, mit der Kompetenzen ermittelt und entwickelt werden.

Systematischer Prozess
Der intensive Prozess, der jährlich durchlaufen wird, umfasst sechs Schritte. In der Vorbereitungsphase wird in Gesprächen zwischen den Personalentwicklungsabteilungen und den Leitern einzelner Einheiten geklärt, welche Strategie und welche Ziele die Einheit verfolgt und was diese für die Fähigkeiten in der Einheit bedeutet. In der nächsten Phase leiten die Bereichsverantwortlichen gemeinsam mit den Personalentwicklern aus der Strategie ihrer Einheit ab, welche fachlichen Kompetenzen künftig benötigt werden. Der Bedarf wird detailliert erfasst, und Standards werden definiert. Im dritten Schritt analysieren wir gemeinsam mit den Mitarbeitern deren Fähigkeiten.

Anschließend werden die vorhandenen Fähigkeiten mit dem zukünftigen Bedarf abgeglichen. Daraus ergeben sich die Maßnahmen zum Aufbau der Kompetenzen der Mitarbeiter. Dabei stehen neben den klassischen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten Lernformen wie Coaching und Job Rotation zur Verfügung. Wenn erforderlich konzipieren wir Maßnahmen auch neu. Schließlich messen wir anhand von Kenngrößen den Erfolg der Weiterbildung. So bauen wir die für unseren Geschäftserfolg entscheidenden Kompetenzen gezielt auf.

Best Practice

Initiativpreis Aus- und Weiterbildung
Initiativpreis Aus- und Weiterbildung
Auszubildende zeigen Kindern, wie Technik funktioniert.
Für das gemeinsame Projekt „Frühkindliche Förderung – Neue Wege in der Ausbildung“ erhielten die Robert Bosch GmbH und die Tageseinrichtung für Kinder in Stuttgart-Bergheim, Deutschland, den Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2007, der von der Otto-Wolff-Stiftung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam verliehen wird.

Die im Rahmen der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“ Anfang 2006 gegründete Initiative soll Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik begeistern. Dazu planen, organisieren und betreuen Bosch-Auszubildende eigene Projekte in der Tagesstätte. Unter ihrer Anleitung bauen die kleinen Nachwuchstüftler beispielsweise selbst Windräder und erzeugen Strom. Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten: Die Kinder lernen technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge frühzeitig kennen, und die Auszubildenden entwickeln ihre sozialen und kreativen Fähigkeiten.