Wer träumt nicht davon, für seinen Arbeitgeber eine Weile ins Ausland zu gehen. Für Führungskräfte sind internationale Erfahrungen heute unverzichtbar. Und je früher sie diese machen, desto besser.
Bei Bosch sind Auslandsaufenthalte von Mitarbeitern wie auch angehender Führungskräfte inzwischen die Regel. So wurde der Traum China im Jahr 2007 für 250 deutsche Führungskräfte Realität. Insgesamt gingen über 300 Expatriates, wie die außerhalb ihres Heimatlandes tätigen Führungskräfte genannt werden, ins Reich der Mitte. China gehört damit neben Deutschland und den USA zu den Top Drei der Zielländer in der Bosch-Welt. Weil es in China noch zu wenig lokale Führungskräfte gibt, liegt der Anteil dieser Expatriates dort noch bei knapp 30 Prozent.
Das soll sich ändern. Langfristig soll der Anteil einheimischer Führungskräfte auch in China auf das in den Industrieländern übliche Niveau von 80 Prozent steigen. Hierzu hat Bosch 2007 das neue Junior Managers Program gestartet. Mit einheitlichen Kriterien für die Auswahl und Förderung der Junior Manager bildet es das weltweite Dach für unsere Führungskräfteausbildung. Alle Teilnehmer arbeiten während der eineinhalb- bis zweijährigen Programmdauer an mindestens drei Stationen in unterschiedlichen Aufgabengebieten. Besonderes Highlight ist ein sechsmonatiger Auslandsaufenthalt. Damit setzt das Programm einen Schwerpunkt auf Internationalität, der durch interkulturelle Schulungen ergänzt wird.
Auch in China gibt es ein solches Programm für Führungsnachwuchs, das an die lokalen Anforderungen angepasst ist. Um geeignete Kandidaten zu gewinnen, präsentiert sich unsere Landesgesellschaft beispielsweise mit einer jährlichen Campus-Tour an elf Zielhochschulen des Landes. So stellen wir sicher, dass auch in China langfristig mehr lokale Führungskräfte tätig sind.