Im Dezember 2007 erfolgte der erste Spatenstich für das neue regionale Hauptquartier von Bosch für Südostasien. Für Oktober 2009 ist die Fertigstellung geplant. Bereits heute ist das Gebäude für seine Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit zweifach ausgezeichnet. Vom Staat Singapur bekam das Gebäude im Rahmen seines „Green Mark“ Programms die höchste Auszeichnung in Platin. Damit bescheinigt das nationale Bauministerium dem Neubau, dass er im Laufe eines Jahres mindestens 30 Prozent weniger Energie benötigt als gesetzlich in Singapur vorgeschrieben ist. Eine weitere Auszeichnung, den „Solar Pioneer Award“, erhielt das Gebäude vom nationalen „Clean Energy Program“.
Beim neuen Hauptquartier mit einer Nutzfläche von rund 27.000 Quadratmetern legte die Zentrale Bauabteilung von Bosch großen Wert auf eine konsequent umweltfreundliche Bauweise. Es wird als eines der ersten Gebäude in Singapur mit einem beweglichen, außen liegenden Sonnenschutz ausgestattet. Dieser vermindert die Hitzeeinstrahlung um 20 bis 25 Prozent und reduziert damit den Energiebedarf für die Kühlung erheblich. Das ist wichtig in einer Stadt nahe am Äquator. Das Gebäude wird zudem mit Photovoltaik der Bosch-Tochter ersol ausgerüstet, was gleichzeitig symbolische Bedeutung hat: Photovoltaik wird ein zentrales Forschungsthema am Standort Singapur sein. Auch weitere Faktoren tragen zur Umweltfreundlichkeit bei. Die Rückgewinnung von Energie in der Lüftung reduziert die für die Kühlung benötigte Energie um weitere 20 Prozent. Kondenswasser, das aus der Klimaanlage gewonnen wird, wird in Kühltürmen auf dem Dach wiederverwendet. Das vermindert den Wasserverbrauch des Gebäudes um 10 bis 15 Prozent.
Das grüne Hauptquartier in Singapur ist nur ein Beispiel, wie Bosch bei seinen Bautätigkeiten weltweit auf eine effiziente Nutzung der Energie achtet. Das Unternehmen plant seine Liegenschaften nicht erst seit Kurzem umwelt- und kostenbewusst. Schon das bestehende 1995/96 erbaute Gebäude in Singapur, unterschreitet den heute gesetzlich vorgegebenen maximalen Energiebedarf um rund zehn Prozent. Ein weiterer Bau mit vorbildlichen ökologischen Eigenschaften entsteht zur Zeit in Shanghai (China). Das dortige Hauptquartier wird beispielsweise die Struktur des Untergrundes nutzen, um das Gebäude mit Erdwärme zu versorgen.