Robert Bosch Stiftung

Robert Bosch Stiftung

Seit 1964 gehört die Robert Bosch GmbH mehrheitlich der Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stiftung führt die auf das Gemeinwohl gerichteten Bestrebungen des Firmengründers in zeitgemäßer Form weiter. Sie versteht sich sowohl als operative Stiftung, die ihre Ziele mit Eigenprogrammen verfolgt, als auch als fördernde Stiftung, die es Dritten ermöglicht, geeignete Projekte und Initiativen zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben zu entwickeln und umzusetzen.

Robert Bosch hat mit politischer Weitsicht, Zivilcourage und seinen eigenen gemeinnützigen Initiativen die Maßstäbe für die Arbeit der Robert Bosch Stiftung gesetzt. Aktuell engagiert sich die Stiftung in den Bereichen Wissenschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Bildung, Gesellschaft und Kultur. Jährlich werden rund 800 neue Eigen- und Fremdprojekte bewilligt, die von 100 Mitarbeitern betreut werden. 60 Prozent aller Förderungen haben einen internationalen Bezug. Wichtigste Instrumente der Förderung sind Stipendien, Wettbewerbe, Preise und Journalistenprogramme.

Gesamtförderung 2008 der Robert Bosch Stiftung
Schwerpunkte der Förderung
Die gesellschaftlichen Herausforderungen wie Verbesserung unseres Bildungssystems, Integration von Migranten, europäischer Einigungsprozess und Auswirkungen des demografischen Wandels standen auch 2008 im Fokus der Stiftungsarbeit.

Das Engagement in der Völkerverständigung ist langfristig angelegt. Vorwiegend werden Nachwuchsführungskräfte in Politik, Medien, Wirtschaft und Verwaltung gefördert und Begegnungen auf vielerlei Ebenen ermöglicht. Miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen der bilateralen Zusammenarbeit zu diskutieren oder Vorurteile abzubauen, sind dabei die Ziele. Weiter aufgebaut werden die Schwerpunkte deutsch-chinesische, deutsch-japanische und deutsch-indische Beziehungen. Die Stiftung setzt sich für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen in Deutschland ein. Sie fördert vorrangig Projekte, die im Alltag spürbare Verbesserungen und Veränderungen bewirken. Antworten auf den demograischen Wandel gibt die Stiftung durch Studien und Projekte, die nachhaltig die Situation von Familien verbessern und überkommene Altersbilder ablösen sollen. Die Stiftung stärkt den Wissenschaftsstandort Deutschland, fördert den akademischen Nachwuchs und gestaltet den internationalen Wissenschaftsdialog mit. Gefördert werden Vorhaben, die auf ein besseres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im lokalen Umfeld abzielen. Ebenso gibt die Stiftung Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Bildungssystems.

Die Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung, die Hans-Walz-Stiftung, die DVA-Stiftung und die Rochus und Beatrice Mummert-Stiftung sind innerhalb der Robert Bosch Stiftung unselbständige Stiftungen.

Tradition und Moderne
Das Robert-Bosch-Haus, ehemaliges Wohnhaus des Firmengründers und heute Sitz der Robert Bosch-Stiftung, sowie das Bosch Haus Heidehof, neues Weiterbildungszentrum der Bosch-Gruppe (links), in dem auch 45 Mitarbeiter der Stiftung ihren Arbeitsplatz haben.