Das Recycling von Materialien ist seit vielen Jahren fester Bestandteil industrieller Produktion. Dabei konzentriert sich die Industrie primär auf Produkte mit hohen Anteilen an Kupfer, Stahl oder Aluminium. Deren Wiederverwendung führt zu großen Material- und Energieeinsparungen und inzwischen auch zu massiven Kosteneffekten. Denn Rohstoffe werden knapp und damit teuer. Im Unterschied zum Recycling ist die Aufarbeitung gebrauchter Geräte ein relativ neuer Prozess, der in den vergangenen Jahren durch Vorschriften im Rahmen des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes gefördert wurde. Die möglichen Materialeinsparungen durch Aufarbeitung summieren sich weltweit auf rund 14 Millionen Tonnen jährlich, die damit einhergehende Energieeinsparung auf annähernd 35 Milliarden Kilowattstunden.
International expandieren
Bosch hat sein Programm zur Aufarbeitung gebrauchter Kraftfahrzeugteile in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Unter der Marke „Bosch eXchange“ setzen wir rund 5.200 verschiedene Austauschteile wieder instand und verkaufen sie als kostengünstige Alternative mit einer Garantie, die der für Neuware gleichkommt. Das Spektrum aufgearbeiteter Teile umfasst Starter, Generatoren oder Komponenten von Einspritz- und Bremssystemen. Jährlich werden so 2,6 Millionen eXchange-Komponenten wiederverwendet. Bei Startern und Generatoren werden im Vergleich zur Neuproduktion 2.200 Tonnen Stahl, 440 Tonnen Aluminium, 240 Tonnen Kupfer und 1.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart.
Bosch ist damit einer der international führenden Anbieter in diesem Bereich und baut mit der Übernahme der Holger Christiansen A/S im Jahr 2008 seine Geschäftsaktivitäten zur Aufarbeitung gebrauchter Kraftfahrzeugteile weiter aus. Der Händler von Automobilelektrik-Ersatzteilen setzt an vier Produktionsstandorten in Dänemark, Deutschland, der Slowakei und der Ukraine vor allem Starter und Generatoren wieder instand und verfügt über sieben Verkaufsstandorte in Europa sowie einen in den USA.