Umweltmanagement der Standorte

Übersicht

In der Produktentwicklung wie auch in der Produktion arbeiten wir daran, die Umweltauswirkungen gering zu halten und den Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. Dafür haben wir ein Umweltmanagementsystem an allen 292 Fertigungsstandorten weltweit eingeführt. Es baut auf der internationalen Norm ISO 14001 für Umweltmanagement auf, bei 213 Standorten ist es sogar von einer unabhängigen Organisation zertifiziert. Bis 2020 wollen wir die CO2-Emissionen gegenüber 2007 um mindestens 20 Prozent verringern.

Wärmeenergie einsparen

In Europa trägt die Industrie mit etwa 16 Prozent zu den CO2-Emissionen bei. Bosch arbeitet daran, diesen Anteil zu senken. Trotz der Einbeziehung von 15 bisher nicht erfassten Standorten blieb der Gesamtenergieverbrauch 2008 mit 6.255,1 GWh nahezu konstant. Der Wärmebedarf der Standorte hat sich insgesamt um 1,2 Prozent gegenüber 2007 erhöht. Damit stiegen auch die direkten Emissionen um 1,2 Prozent. Zu den seit vielen Jahren etablierten Maßnahmen zählen Heizkessel mit Brennwerttechnik, Wärmepumpen für den Heizkreislauf, Lüftungsanlagen mit Regenerativwärmetauschern sowie Wärmerückgewinnung aus Druckluftkompressoren und Wärmedämmung der Gebäude. Die Maßnahmen werden weltweit umgesetzt.
Weitere Informationen
Interaktive Grafik

Stromverbrauch senken

Seit 2001 achten wir bei Neu- und Umbauten verstärkt auf eine energieeffiziente Beleuchtung in der Fertigung. Durch Lichtbandsysteme und sparsame Leuchten lässt sich der Stromverbrauch um etwa 30 Prozent reduzieren; der Einsatz heller Farben beim Innenausbau unterstützt dies zusätzlich. Schrauben- und Turbo-Kältemaschinen steigerten den Wirkungsgrad bei der Kälteerzeugung gegenüber 1985 um bis zu 45 Prozent. Als weitere Möglichkeit, Strom einzusparen, nutzen wir effiziente Druckluftkompressoren und achten bei diesen auf eine optimierte Einsatzsteuerung.
Weitere Informationen
Interaktive Grafik

Energieeffizienz an Standorten

An vielen Bosch-Standorten gelingt es inzwischen, über 20 Prozent des Wärmebedarfs durch Wärmerückgewinnung zu decken. Am Standort Reutlingen (Deutschland) wird die Abwärme der Waferproduktion zurückgewonnen und somit Brennstoff für die Heizung eingespart. Auch bei den Heizkesseln tragen Abgaswärmetauscher dazu bei, die im Rauchgas enthaltene Kondensationswärme zu nutzen. Die erhaltene Energie wird in den Heizkreislauf oder in die Klimaanlagen eingespeist. Unterm Strich spart der Standort Reutlingen jährlich rund 2200 Tonnen CO2 ein.

Am Standort Bonneville (Frankreich) haben Ingenieure von Bosch Rexroth ein neues Verfahren zur Kühlung der 14 Prüfstände des Testlabors entwickelt: Nachdem dafür nicht mehr Aggregate zuständig waren, sondern Brunnenwasser verwendet wird, sank der jährliche Stromverbrauch um 80 Prozent. Die Betriebskosten sowie die CO2-Emissionen haben sich um über 90 Prozent reduziert.

Weitere Informationen
Interaktive Grafik

Abfälle verringern

Unser Abfallmanagement in den Fertigungsbetrieben konnten wir durch systematische Trennung und effektives Recycling verbessern. Der Recyclinggrad stieg im Jahr 2008 von 79,9 Prozent auf 80,6 Prozent. Erfolgreich waren wir an vielen Standorten beispielsweise mit der Destillation von Lösemitteln, mit der Ultrafiltration von Emulsionen und mit der Anwendung von Feinstfiltertechniken bei Schmierstoffen. Am brasilianischen Standort Curitiba fallen seit 2007 keine Abfälle zur Beseitigung mehr an. Im Rahmen des Programms „Zero Discharge“ (Null Abfall) streben alle brasilianischen Standorte seit 2000 die vollständige Verwertung aller Abfälle an.
Weitere Informationen
Interaktive Grafik

Logistik effizient gestalten

Die Gestaltung der Logistikprozesse ist eine Aufgabe des Bosch-Production-Systems (BPS). Als zentrale Standards gelten transparente und effiziente Prozesse. Damit lassen sich bei der Neugestaltung von Logistikprozessen unnötige Transportwege einsparen. Was dies konkret heißt, zeigte das Werk Eisenach (Deutschland) 2007 mit seinem neuen Logistikzentrum und dem neuen Logistikkonzept. Es setzte dabei auf Mehrwegtransportsysteme, eine zentrale Verpackung und ein durchgängiges Behälterkonzept. Da die Lieferanten bereits im Vorfeld umfassend eingebunden waren, stellten fast alle ihre Logistik auf Mehrwegverpackungen um. Die Maßnahmen wurden im Rahmen eines Ökoprofit-Projekts des Landkreises um Eisenach realisiert, an dem sich der Bosch-Standort beteiligte.
Werk Eisenach
Werk Eisenach
Neues Logistikkonzept mit Mehrwegbehältern