Die Globalisierung hat zu einem Gewinn an Wohlstand in nahezu allen Regionen der Welt geführt. Dennoch bleiben gravierende strukturelle Unterschiede bestehen oder es entwickeln sich neue Gegensätze.
Eine der großen unternehmerischen Herausforderungen unserer Zeit besteht darin, eine tragfähige Beziehung zwischen globaler Wirtschaft und lokalen Strukturen herzustellen. Denn zwischen globalen Märkten sowie global verfügbarem Wissen und Kapital auf der einen Seite und lokalen Interessen, Ressourcen sowie politisch-gesellschaftlichen Strukturen auf der anderen Seite zeichnet sich eine immer deutlichere Polarisierung ab. Unterschiede bestehen weltweit zwischen den dynamischen Regionen und den immer noch armen Entwicklungsländern, wo sich die Einkommenskluft zwischen dem armen und dem wohlhabenden Fünftel der Menschheit vergrößert. Auch in Europa ist die wachsende Kluft zwischen boomenden Regionen und strukturschwachen Gegenden unübersehbar. Selbst auf individueller Ebene stehen den Gewinnern der Wissensgesellschaft auch Verlierer gegenüber: Menschen, die Veränderungen nicht bewältigen können.
Bildung und Eigeninitiative fördern
Eine Verbesserung der Zugangschancen aller zu allgemeiner und beruflicher Bildung ist ein wichtiger Weg aus dieser Polarisierung der Gesellschaft. In Bildung zu investieren ist die beste Vorsorge gegen Erwerbslosigkeit. Um eklatante Einkommensunterschiede und das Armutsrisiko zu begrenzen, sind besondere Anstrengungen dort erforderlich, wo Bildungschancen aufgrund von Herkunft ungleich verteilt sind. Wo die Teilnahme an der globalen Wissensgesellschaft wegen mangelnder und fehlender Qualifikation nicht möglich ist, sind Maßnahmen zur Stärkung der Eigeninitiative und zur sozialen Sicherung ein Gebot gesellschaftlicher Verantwortung.